mtu cup logo(Quelle: Südkurier, 29.11.2018)

Beim MTU-Cup des VfB Friedrichshafen für C-Jugendfußballer sind europäische Top-Mannschaften am Start. Der "kleine" TuS Immenstaad darf sich dabei unter anderem mit den großen Bayern messen.

 Am Samstag hat der Stress für Manager Klaus Segelbacher und den VfB Friedrichshafen ein Ende. Um 8.30 Uhr wird in der ZF-Arena der 16. MTU-Cup angepfiffen. Bis dahin sind er und die zahlreichen Helfer, am Wochenende spielt kein VfB-Team, in irgendeiner Funktion am Gelingen der in Europa wohl einmaligen Veranstaltung beteiligt. Das Prozedere ist zwar immer das gleiche, aber kein Vorbereitungsmarathon gleicht dem anderen. „Es gibt immer etwas Unvorhergesehenes“, sagt Segelbacher. Die langjährige Erfahrung des Managers und seines Organisationsteams hilft da bei der Suche nach Lösungen. Deshalb weiß er auch schon heute, dass, wie in all den Jahren zuvor, bis Freitag alles bestens organisiert sein wird: „Dann kommt die Stadt Friedrichshafen zur Abnahme.“

Während Izmir und Chelsea am Samstag schon in aller Frühe ihr erstes Spiel absolvieren, muss sich die C-Jugend des TuS Immenstaad gedulden bis zu ihrem ersten Auftritt vor großer Kulisse. Um 12.10 Uhr ist es endlich soweit. Dann wird der Traum, Teilnahme an der „Champions League für die U15“, wie der Cup auch genannt wird, Wirklichkeit. Darauf hatten natürlich alle gehofft, gehört der TuS Immenstaad doch zu den „Regulars“ des sportlichen Highlights. „Die Freude war riesengroß, als wir Anfang November informiert wurden“, erzählt Matthias Günther. Der Trainer des Kreisliga-Topteams, „punktgleich mit dem Tabellenführer“ (Günther), weiß, wovon er spricht. Der 21-jährige Mittelfeldspieler hat nicht vergessen, wie er 2011 diese riesige Vorfreude erlebte, damals mit der SG Kluftern/Immenstaad gegen Barcelona, Rapid Wien und Mainz 04 spielte.

Aber, bei aller Euphorie, nicht alle TuS-Kicker kommen in den Genuss, sich mit der Crème de la Crème des europäischen Nachwuchsfußballs zu messen. „Wir haben 30 Mann im Kader“, sagt der Student zum Wirtschaftsingenieur an der FH Konstanz, „nur elf dürfen ran.“ Der Rest schaut in die Röhre. Klar sind einige gesetzt. „Wir wollen mit der besten Truppe antreten“, sagt Günther. Aber auch Trainingsfleiß ebne den Weg ins Team des MTU-Cups.

Und das hat Ziele. Natürlich. „Wir wollen nicht Gruppenletzter werden“, verrät Matthias Günther eines. Das ist mit einem Erfolg über den VfB Friedrichshafen II durchaus realistisch. Alle anderen Gegner in der unbesehen attraktivsten Gruppe des Turniers sind turmhoch überlegen. „Wir haben Barcelona ‚Grana’, Manchester, Stuttgart und den FC Bayern München, das große Los“, freut sich Jugendleiter Srko Abadzic. Gegen die großen Namen „wollen wir unser Bestes geben, uns so teuer wie möglich verkaufen“ (Günther). Abadzic vertraut darauf. „Die Truppe ist gut in Schuss.“ Damit das klappt, hatten Günther und Co-Trainer Marco Weinert am Dienstag noch trainiert. Günther hat den Start 2011 noch im Hinterkopf: „Gegen den VfB Stuttgart verschliefen wir den Auftakt.“ Kein Thema 2018, weder für ihn, noch für Klaus Segelbacher.